Der T6-Dieselskandal

Der T6-Dieselskandal

Von der Demontage eines deutschen Traums...

Der T6 Dieselskandal

Der VW-Dieselskandal begann offiziell im September 2015 mit der Beichte des damaligen VW-Vorstandsvorsitzenden. Martin Winterkorn gab zu, dass 2,6 Millionen PKW manipuliert wurden, um EU-Grenzwerte einhalten zu können. Der betroffene Motor EA189 stand im Mittelpunkt und man ging davon aus, dass mit dem Nachfolger EA288 alle Probleme gelöst werden konnten. Damals wurde im Traditionsmodell "Bulli" sogar in der neuen "T6"-Version noch der EA189-Motor eingesetzt. Ab Herbst 2015 wurde dann der EA288 als modernisierter Reihenvierzylinder verbaut. Wichtigste Änderung: Der EA288 setzt die SCR-Katalysator-Technik. Dabei wird durch Einspritzung von Harnstoff (AdBue) in der Abgasnachbehandlung giftiges NoX in ungefährliche Bestandteile umgewandelt. Seit Februar 2019  wird das Update mit der Feldmaßnahmen-Nummer 23Z7 an T6 Modellen, die vor Dezember 2017 ausgeliefert wurden, durchgeführt. Das Oberlandesgericht Oldenburg hat in der Sache 14 U 322/19  ein Auskunftsersuchen an das Kraftfahrtbundesamt gestellt, um weitere Informationen zu erhalten. Im Januar 2020 hat das KBA den Rückruf 37L8 für einige T6-Modelle veröffentlicht.

  • Hier mehr zum Update 23Z7 erfahren
    Unter dem Code 23Z7 hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bereits im April 2019 den Rückruf für Modelle des VW T6 angeordnet. Nun wird es ernst für die betroffenen Bulli-Fahrer, die dem Rückruf bislang nicht gefolgt sind. Derzeit fordert das  KBA sie erneut auf, ihren VW Transporter in die Werkstatt zu bringen und ein Software-Update aufspielen zu lassen. Ohne Update droht der Verlust der Fahrzeug-Zulassung. Angeschriebene Modelle: 150 PS, Handschaltung,Vorderradantrieb, 150 PS, Automatik, Vorderradantrieb, 204 PS, Automatik, 4Motion,und 204 PS, Handschaltung, Vorderradantrieb
  • Hier mehr zum Update 37L8 erfahren
    Unter dem Code 37L8 hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) den Rückruf für Modelle des VW T5 und T6 angeordnet und den Rückruf am 24. Januar 2020 veröffentlicht. Grund ist, dass die betroffenen VW-Transporter und Multivans mit der Abgasnorm Euro 5 mehr Stickoxide als zulässig in die Luft pusten.

Gerade im T6 wird aber von Anfang an klar, dass die Technik den hohen Erwartungen nicht entspricht. Ende des Jahres 2017 gibt es dann einen ersten Höhepunkt: Das Kraftfahrtbundesamt verfügt einen Auslieferungs- und Zulassungsstopp, der erst in der zweiten Jahreshälfte 2018 ausläuft und tausende unzufriedene Kunden mit vielen unbeantworteten Fragen hinterlässt. In den Jahren 2018 und 2019 folgten dann erwartungsgemäß die weiteren Rückrufe

Generell geht es im T6-Abgasskandal um die Frage, welche Auswirkungen freiwillige, angeordnete oder ohne Wissen der Eigentümer durchgeführte Upates auf Lebenserwartung, Leistung und Verbrauch des Bullis haben. Vielfach wird über versottete AGR-Ventile diskutiert.

Wir betreuen in Kooperation mit kompetenten Anwälten deutschlandweit diverse Interessengemeinschaften von Opfern im T6-Abgasskandal. Bitte tragen Sie sich ein, um kostenlos und unverbindlich relevante juristische Informationen und tagesaktuelle News zu Ihrem ganz persönlichen Abgasskandal zu erhalten.

Landratsamt erinnert an "unzulässige Abschaltvorrichtung"

Das  Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen hat einen T6-Besitzer aufgefordert, binnen vier Wochen an einem vom KBA angeordneten Rückruf teilzunehmen, um den ordnungsgemäßen Zustand seines Fahrzeugs herzustellen. Text des Anschreibens:  "Wie uns das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilt, ist in Ihrem Fahrzeug eine unzulässig Abschalteinrichtung verbaut". VW hat bisher unzulässige Abschalteinrichtungen im EA288 abgestrittent. Das KBA hat nach öffentlichen Äußerungen auch nichts Illegales in dem Nachfolgediesel des EA189 gefunden.


Rechtliche Rahmenbedingungen zur Schadenersatzklage T6 / EA288

Für einige Modelle, die von Rückrufaktionen betroffen sind, sollten die Chancen auf Schadenersatz nun gut stehen. Zwar meiden KBA und Volkswagen das Wörtchen "Manipulation", sondern sprechen von "Konformitätsabweichungen". Durch den Rückruf verbessern sich auf jeden Fall die Chancen auf Kostenübernahme durch Rechtsschutzversicherungen oder Prozesskostenfinanzierer.

Urteile T6 - Gewonnene Verfahren und Beweisbeschlüsse

Es geht voran - unsere Kooperationsanwälte können die ersten Erfolge bei Schadenersatzverfahren gegen die Volkswagen AG als Produzent des Volkswagen Bullis T6 - Multivan und Transporter - vorweisen.

LG München: Etappensieg im Abgasskandal - Erstes T6-Urteil

Man hat es lange geahnt, aber nicht nachweisen können: Der T6 ist im Abgasskandal angekommen. Unser Kooperationsanwalt Frederick Gisevius erstreitet ein erstes Urteil.

LG Köln: Beweisbeschluss zum Thermischen Fenster

Das Landgericht Köln hat am 10. August 2020 in einem von Balduin und Partner Rechtsanwälte geführten Verfahren einen Hinweisbeschluss erlassen. Wie schon andere Gerichte zuvor, tendiert auch das Landgericht Köln dazu, ein Thermofenster bei der Abgasreinigung als unzulässige Abschalteinrichtung zu werten. Das Gericht fordert VW auf, darzulegen, warum ein Thermofenster ausnahmsweise eine zulässige Abschalteinrichtung darstellen sollte. Diesen Nachweis ist VW bislang schuldig geblieben. Zum Aktenzeichen 2 O 276/19 geht es um einen VW T6 Multivan 2.0 TDI mit dem Motor EA 288.

LG Heilbronn verurteilt VW bei Bulli T6 zu Schadenersatz

Volkswagen muss im Abgasskandal einen Bulli T6 zurücknehmen und den Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung erstatten. VW habe den Käufer durch die Abgasmanipulationen vorsätzlich sittenwidrig geschädigt und sei daher zum Schadenersatz verpflichtet, entschied das Landgericht Heilbronn mit Urteil vom 29. Mai 2020 (Az.: Bi 6 O 257/19).

LG München schickt T6 Transporter zurück

Unser Kooperationsanwalt Andreas Schwering gewinnt ein weiteres Verfahren: VW-Transporter mit EA288 Motor verwendet eine unzulässige Abschaltvorrichtung (3 O 4218/20)

LG Hagen sieht  unzulässiges "Thermofenster" im T6

Und ein weiteres Urteil: Das Landgericht Hagen erkennt im Thermofenter eindeutig eine unzulässige Abschaltvorrichtung (43 O 134/19)

Dieselskandal

Was können Sie als Mitglied unserer IG erwarten?

verbraucherschutz.tv ist seit 2004 ein unabhängiges Informationsportal für Verbraucher. Wir haben den Abgasskandal vom 1. Moment an mit eigenen Beiträgen und mit Veröffentlichungen in Kooperation mit motivierten und engagierten Rechtsanwälten deutschlandweit verfolgt.

Wir bieten:

  • regelmäßigen Informationsaustausch
  • Kostenlose Erstberatung
  • Kostenlose Abfrage Ihrer Rechtsschutzversicherung
  • Prozesskostenfinanzierung
  • Ansprechpartner*innen für juristische und technische Themen

In unseren Interessengemeinschaften wollen wir Opfer des Abgasskandals mit Informationen versorgen, denn die Informationspolitik der verantwortlichen Hersteller ist mehr als dürftig. Durch unser Netzwerk und den Austausch der IG-Mitglieder untereinander sind wir in der Lage, aus vielen Puzzle-Teilen ein übersichtliches Gesamtbild zusammenzustellen.

IG Mitglieder verpflichten sich zu nichts, die Mitgliedschaft ist unverbindlich und kostenlos. Ihre Adresse wird nur für die Kommunikation innerhalb der Gruppe verwendet.

Wen unterstützen wir?

In erster Linie geht es um Modelle, die von offiziellen Rückrufaktionen in Form von Zwangsmaßnahmen des Kraftfahrtbundesamtes betroffen sind. In der IG T6 geht es vornehmlich um Transporter und PKW-Versionen des VW T6, also um den Transporter mit N1-Zulassung ebenso wie um die Multivan-Versionen, z.B. Caravelle oder die ausgebauten Californias.

Es sind alle Modelle mit EA288-Motor betroffen (seit 2015) – dabei handelt es sich um den klassischen Reihenvierzylinder, der als 2 Liter- TDI in verschiedenen Motor- und Getriebeversionen im Bulli verbaut wurde.

 

Problematisch ist, dass Eigentümer von Dieselfahrzeugen in Deutschland weder über Ihre Betroffenheit, noch über Ihre Rechte ausreichend informiert werden. Diese Defizite wollen wir in der IG Dieselskandal aufarbeiten.

Sie haben konkrete Fragen? Nutzen Sie unseren Fragen-Check für eine Abfrage an unser Expertenteam.  Hier das Formular ausfüllen.

Anwälte im T6-Dieselskandal

Mit den Kooperationsanwält*innen der IG Dieselskandal sind Besitzer*innen von Schummeldieseln immer gut beraten.

Details zum T6-Fall haben wir Ihnen hier zusammengefasst.

Betroffen vom T6-Dieselskandal sind alle T6Modelle, die seit 2015 mit dem Motor EA288 des Volkswagenkonzerns ausgerüstet wurden. Dies betrifft alle Reihen-4-Zylinder-Modelle des "Bulli TDI" mit 2,0 Litern Hubraum.

Einen Schadensersatzanspruch haben Eigentümer, die einen solchen PKW gekauft haben und einen wirtschaftlichen Schaden durch die Folgen des Abgasskandals fürchten. Insgesamt gibt es 92.000 möglicherweise betroffene Fahrzeuge.

Konkret von der Feldmaßnahme 23Z7 sind

  • 150  PS-Motor mit Automatik
  • 150  PS-Motor mit Schaltung
  • 204 PS-Motor mit Automatik und 4Motion

die vor Dezember 2017 ausgeliefert wurden.

Schadensersatz ist aufgrund der in vielen Fällen noch nicht eingetretenen Verjährung vom Händler, nach zwei Jahren nur noch vom Hersteller selbst zu fordern, da dieser aus unserer Sicht Manipulationen am Motor in betrügerischer Absicht vorgenommen und Schäden für die Käufer in Kauf genommen hat. Im Rahmen einer Rückabwicklung steht den Kunden die Erstattung des Neupreises zu,

Mitglieder der Interessengemeinschaft "T6" haben Anspruch auf eine kosten Erstberatung durch einen Vertrauensanwalt der IG

Rechtsschutzversicherung und Prozesskostenfinanzierung

In vielen T6Fällen übernimmt die Verkehrsrechtsschutzversicherung die entstehenden Kosten. Da wo das nicht der Fall ist, kümmern sich unsere Kooperationsanwälte kostenlos um die notwendige Deckung bis hin zur Deckungsschutzklage.

Grund für eher zögerliche Deckungszusagen ist die Tatsache, dass VW die Manipulationen nicht zugegeben hat und es zudem für Fahrzeug noch keine Rückrufaktion des Kraftfahrtbundesamtes gibt.

Eine Prozesskostenfinanzierung bieten wir aktuell für die T6-Fälle nicht an.

Wie hoch ist das Risiko?

In Kenntnis der Sachlage und des Gerichtstandes können unsere Rechtsanwälte recht konkrete Aussagen zum Prozesskostenrisiko geben. Landgerichte urteilen zunehmend verbraucherfreundlich, VW vergleicht sich in aller Regel in der 2. Instanz. Gern machen Ihnen unsere Rechtsanwälte ein Angebot, falls Sie das Verfahren selbst finanzieren möchten. Allerdings weisen wir darauf hin, dass in EA288/T6-Fällen Ansprüche nicht ganz so einfach durchzusetzen sind. Hier kommt es auf die Details zum individuellen Fall an.

Wo erhalte ich Infos?

Auch ohne Mitglied in unserer IG zu sein, können Sie regelmäßige Informationen erhalten. Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Welche Modelle sind betroffen?

Konkrete Verdachtsmomente gibt es aktuell nur zum T6, der seit 2015 mit dem EA288-Motor in allen Modellvariationen ausgerüstet wurde. Wir gehen allerdings davon aus, dass die SCR-Technologie als maßgebliches Element der Abgas- Nachbehandlung in eine Sackgasse hinein entwickelt wurde. Von einer Feldmaßnahme sind auf jeden Fall schon einmal die 204-PW-Automatikmodelle betroffen und alle 110 KW-T6, unabhängig von der Variante

Sie haben Fragen zu technischen Aspekten des Dieselskandals oder zur Termininierung Ihrer Erstberatung zum Thema T6-Dieselskandal? Sie erreichen uns unter der kostenlosen Service-Hotline 0800 000 1961 oder direkt per Mail unter info@ig-dieselskandal.de.


 

Kommentare

Mein T6 204 Ps DSG 4 Motion wurde wegen der Kontrolle des Heckscheibenwischers zum Vertragshändler gebracht. Dabei wurde ohne Rücksprache mit mir (also gegen meinen Willen) das Softwareupdate 2327 aufgespielt. Ich möchte, dass meinen T6 wieder auf die vorherige Steuerungssoftware zurückgerüstet wird. Laut Vertragshändler ist das nicht möglich und ohne das Update hätte er von VW aus nicht einmal die Sicherung für den Heckscheibenwischer tauschen dürfen. Welche rechtlichen Möglichkeiten stehen mir zur Verfügung, dass ich meinen T6 wieder mit der alten Software zurück bekomme? Der Händler hatte von mir die klare schriftliche Anweisung, nur bei telefonischer Rücksprache mit mir etwas anderes als den Scheibenwischermotor verändern zu dürfen. Es ist schließlich mein Eigentum und noch kein offizieller Rückruf! Wie sah die Rechtslage in solchen Fällen beim T5?
Name: 
NW

Nach Aussage meines Händlers bezieht sich die Maßnahme 23z7 lediglich umd eine Überarbeitung des Verhaltens der (unsäglich lauten) Katalystatorenreinigung. Diese scheidet offensichtlich im Betrieb zuviele Schadstoffe ab. Ein Zusammenhang mit einem generellen Problem der Abgasthematik wird ausdrücklich ausgeschlossen. Das KBA äußert sich nach Anfrage nicht, ob mein Fzg (Tdi 4-motion, 204PS, Automatik) betroffen ist. So sieht es aus, der Käufer bleibt im Regen stehen.
Name: 
KK

Meine VW-Werkstatt hat mir mitgeteilt, dass mein T6 von der Maßnahme betroffen ist. Mein Fahrzeug: TDI, 102 PS, Handschaltung, EU-Reimport. Wenn ich das Update nicht möchte, muss ich meine Ablehnung schriftlich erklären. Genau das werde ich tun. Einen Brief vom Kraftfahrtbundesamt habe ich (noch) nicht erhalten.
Name: 
Martin

Hallo, ich habe meinen T6 California Beach, 204PS TDI 4Motion, Automatk im August 2018 gebraucht gekauft. Erstzulassung war September 2017. Ist prinzipiell eine Rückabwicklung möglich? Danke und Gruß Alexander
Name: 
Alexander

Ich habe ein ähnliches Problem (ebenfalls T6 im letzten Jahr gebraucht gekauft). Würde mich über Informationen freuen und gerne Erfahrungen austauschen. Gruß Bastian
Name: 
Bastian