Der VW-Dieselskandal

Der VW-Dieselskandal EA288

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Der VW Dieselskandal EA288

EA288 steht für "Entwicklungsauftrag 288" und betitelt im Ergebnis einen Drei- bzw. Vierzylinder-Dieselmotor mit Common-Rail-Einspritzung des Herstellers Volkswagen. Die Motoren werden seit 2013 verwendet - anfangs mit Speicher-Katalysator, später mit SCR-Katalysator und Adblue-Einspritzung. Mit dem Motor sollten die gesetzlichen Erfordernisse der Schadstoffklasse 6 erreicht werden. Der EA288 ist Nachfolger des EA189, denn der bis heute aktuelle Motortyp sukzessive bis September 2015 ablöste.

Der EA288 treibt seit 2013 die Erfolgsmodelle des Volkswagenkonzerns an - vom Golf 7 über den T6 bis zum Skoda Oktavia 3. VW gibt offiziell zu, dass sich die Abschaltvorrichtung außerhalb eines "Thermischen Fensters" zwischen 17 und 33  Grad aktiviert und Abgase nicht mehr bearbeitet werden. VW bezieht sich auf eine EU-Verordnung zum Bauteileschutz vor Überhitzung. Über 300 Landgerichtsentscheidungen sehen das aktuell anders und werfen Volkswagen vorsätzliche sittenwidrige Schädigung vor. Die Drei- und Vierzylinder TDI mit 1,6 und 2 Litern Hubraum gehören den Schadstoffklassen 5 und 6 an. Der Großteil der Modelle arbeitet mit einem einfachen Turboladerr, nur die PS-starken "Biturbo" arbeiten mit zwei Turboladern.

Insgesamt wird und wurde der EA288 bislang 1200 mal vor Gericht verhandelt (Stand April 2020). Rechtschutzversicherungen übernehmen  in den allermeisten Fällen die Deckung. Es besteht keinerlei Verjährungsthematik - die ersten Ansprüche können frühestens 2024 verjähren. Das Risiko, einen Fall zu verlieren liegt derzeit bei etwa 10 %. Der Schadensersatzanspruch bemisst sich aus dem Kaufpreis, u.U. bei Abrechnung des Nutzungsentgeltes.

EA288-News-Splitter

Was bedeutet das BGH-Urteil für den EA288?

Mit Verkündungstermin am 25. Mai 2020 hat der Bundesgerichtshof festgestellt, dass die Verwendung unzulässiger Abschaltvorrichtungen eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung der Verbraucher durch VW darstellt. Die Generalanwältin des EuGH hatte kurz zuvor festgestellt, dass die im EA288 verwendte Abschaltvorrichtung nicht  zulässig ist. Da VW die Verwendung des Thermischen Fensters nicht abstreitet ist die Argumentationskette quasi geschlossen für den EA288, auch wenn das offizielle Urteil des EuGH dazu noch aussteht.

Die Abschaltvorrichtung "Thermisches Fenster"

Das Thermische Fenster bezeichnet eine Abschaltvorrichtung, die die Abgasrückführung nur in einem temperaturbereich von 17 bis 33 Grad aktiv hält. Außerhalb dieses Bereiches ist das Abgassystem nicht aktiv - angeblich zum Schutz von Bauteilen vor Überhitzung und Versottung.

 

Die Abschaltvorrichtung "Zyklus-Erkennung"

Es wird schon länger befürchtet, dass VW auch beim aktuellen TDI-Motor geschummelt hat, um gesetzliche Grenzwerte einhalten und die reichweite von Adblue verlängern zu können. Z.B. dokumentieren Unterlagen des SWR einen Schriftverkehr, in dem sich VW-Mitarbeiter über die „Zyklus-Erkennung“ austauschen. Experten halten das für einen Beweis dafür, dass VW auch den Motor EA288 manipuliert hat.  Bitte hier entsprechende Infos bei verbraucherschutz.tv finden: VW schummelt weiter im Abgasskandal.

 


Probleme mit dem EA288? Bundesweite Servicenummer 0800 000 1961 oder Mail an info@ig-dieselskandal.de

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Staatsanwaltschaft ermittelt

Einen Höhepunkt setzte die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit der Anordnung von Durchsuchungen von Geschäftsräumen der Volkswagen AG in der Konzernzentrale. Hier soll es um einzelne Mitarbeiter gehen - genaues weiß man allerdings nicht, nur, dass im Fokus der Razzia bei Volkswagen der EA288 steht. Der Motor soll durch die sogenannte Fahrkurven-Erkennung selbst definieren können, wann sich das Fahrzeug auf dem Prüfstand befindet und dann ordnungsgemäß Abgase bearbeiten. Während normaler Fahrt taktet die Abgasrückführung  nur in einem nicht ausreichenden Umfang, mit dem Ergebnis, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Werte an NOx nicht eingehalten werden können.

VW bestreitet die Nutzung solcher  Fahrkurven vehement, ebenso die unzulässige Verwendung eines „Thermischen Fensters“ – muss man auch machen, denn nur so kann man den Grad der Verantwortung auf einen möglichst kleinen Personenkreis beschränken und z.B. die Managerhaftung ausschließen. Andererseits: Im April 2020 tauchten nach Handelsblatt-Recherchen firmeninterne Memos auf, die sich eingehend mit solchen Fahrkurven befassen.

Welche EA288-Modelle sind vom Dieselskandal betroffen?

Alle aktuellen Drei- und Vierzylinder der Volkswagenfamilie, also aus den TDI-Produktionen von

  • VW (u.a. Golf 7, Passat B8, Sharan, Touran II, Tiguan II, T6)
  • AUDI (u.,a. A3, A4, A6, Q3, Q5)
  • SEAT (u.a. Leon, Alhambra)
  • SKODA (u.a. Oktavia, Superb)

sind betroffen. Der EA288 wurde in einigen Modellen schon 2013 verbaut, z.B. im Golf 7 inkl. Sportsvan oder im Oktavia 3, trat seine Rolle als Nachfolger des EA189 aber offiziell erst 2015 an. Der Motor fand in den Normen Euro 5 und Euro 6 Verwendung, wobei allerdings der Fokus im EA288-Dieselskandal auf den Modellen der Schadstoffklasse 6 liegt. Diese Motoren arbeiten mit AdBlue-Einspritzung. Eine grundsätzliche Entlastung für die EURO 5-Modelle bedeutet das aber nicht, da auch hier das Thermische Fenster zum Einsatz kam.

Unzulässige Vorrichtungen beim EA288

Insgesamt geht es bei den Untersuchungen des KBA um vier unterschiedliche Dinge:

  • Die Fahrkurvenerkennung erkennt, ob ein Modell auf dem Prüfstand steht, oder real im Straßenverkehr bewegt wird
  • Das  "Onboard-Diagnose-System" (OBD) soll  laut EU-Vorschrift 692/2008  einen Fehler melden, sobald die Abgasreinigung nicht korrekt funktioniert oder abgeschaltet ist. Diese Funktion ist offensichtlich deaktiviert

  • Das "Thermische Fenster" regelt die AdBlue-Einspritzung bzw. die AGR-Taktiung Temperaturabhängig in einem zu weit gesteckten Rahmen

  • Konformitätsabwechungen sorgen für Überschreitungen der NOx-Werte und für Probleme währed der Regenerierungsphase des Dieselpartikelfilters

 

Offizielle Rückrufe 23Z7 und 23X4

Obwohl das KBA derzeit aus allen Rohren gegen Volkswagen feuert hält es sich mit Rückrufen noch zurückt. Offizielle KBA-Rückrufe gibt es der zeit für folgende Modelle:

  • Offiziell zurückgerufen wurde der  T6 mit EA288-Motor  mit dem Aktionscode 23Z7 - Dieser Rückruf ist verpflichtend.
  • Offiziell zurückgerufen wurden diverse Modelle mit dem Rückrufcode 23X4

Um vor einem deutschen Landgericht Schadensersatz zugesprochen zu bekommen ist nicht zwingend ein amtlicher Rückruf erforderlich.

 

Geschichte des EA288-Dieselskandals

Der VW-Dieselskandal begann offiziell im September 2015 mit der Beichte des damaligen VW-Vorstandsvorsitzenden. Martin Winterkorn gab zu, dass 2,6 Millionen PKW manipuliert wurden, um EU-Grenzwerte einhalten zu können. Der betroffene Motor EA189 stand im Mittelpunkt und man ging davon aus, dass mit dem Nachfolger EA288 alle Probleme gelöst werden konnten. VW setzt bei der Entwicklung des EA288 (ab 2013) wie alle anderen Hersteller auch auf die SCR-Katalysator-Technik. Durch den Einsatz von Harnstoff in der Abgasrückführung sollen Stickoxide umgewandelt werden in unbedenkliche Bestandteile. Schon 2015 zeigte sich aber, dass die Technik die Versprechungen nicht einhalten kann. Es kommt zu ersten Untersuchungen durch das Kraftfahrtbundesamt, freiwillige Rückrufe lassen erahnen, dass VW das Stickoxid-Problem nicht in den Griff bekommt. Trotzdem wird der Motor in alle Reihenvierzylinder von VW und der Konzerntöchter eingebaut. Bis heute streitet VW bem EA288 die Verwendung unzulässiger Abschaltvorrichtungen ab. Das macht es gegenüber dem EA189 etwas schwieriger, da beim Vorgängermotor quasi ein "Geständnis" vorlag. Allerdings hat VW sich Abschaltvorrichtungen für den EA288 auf dem US-amerikanischen Markt vorwerfen und nachweisen lassen müssen.

 

EA288 - Alle modernen TDI der Volkswagen-Vierzylinderfamilie sind damit ausgerüstet
Wo TDI draufsteht ist Schummel drin - Mit dem Einzug des EA288 sind nun alle Turbodiesel der letzten beiden TDI-Generationen betroffen - natürlich auch die Sechszylinder in den Modellen von AUDI und Porsche.

Die Chronologie des EA288-Abgasskandals

Erstmals kommt der Motor im Dezember 2017 ins Gerede, als Vokswagen sich einen behördlichen Verkaufs- und Zulassungsstopp für das Erfolgsmodell VW T6 gefallen lassen muss. Bis weit in das Jahr 2018 hinein können Bullis weder den VW-Hof verlassen, noch zugelassen werden. Volkswagen bekommt mit Ach und Krach die Kurve, muss aber wiederum akzeptieren, dass im Sommer 2019 eine vom KBA angeordnete Rückrufaktion die komplette T6-Flotte trifft. In feinstem Wortwitz wird die Bezeichnung "unzulässige Abschaltvorrichtung" vermieden, auch das KBA spricht von Konformitätsabweichungen - was immer das heißen mag.

EuGH C-693/18: Thermisches Fenster ist eine Abschaltvorrichtung

Zwar ging es vor dem Europäischen Gerichtshof um den EA189, das Thermische Fenster wird aber durchgehend in allen EA288 verwendet, was Volkswagen nicht abstreitet.

46 O 101/17 - LG Stuttgart zur Notwendigkeit von Rückrufschreibe

Zwar ein Mercedes-Fall, aber wichtig auch für den EA 288: Für Schadensersatz ist nicht unbedingt ein offizieller Rückruf notwendig

(Az. 46 O 101/19).
So hat beispielsweise das Landgericht Stuttgart die Daimler AG nun zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt (Az. 46 O 101/19). Dabei ging es um ein Fahrzeug der E-Klasse der Marke Mercedes-Benz mit der Abgasnorm Euro 5. Für das Auto lag kein KBA-Rückruf vor, sondern es w ar lediglich Teil einer von Mercedes so genannten „freiwilligen Kundendienstmaßnahme“.
So hat beispielsweise das Landgericht Stuttgart die Daimler AG nun zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt (Az. 46 O 101/19). Dabei ging es um ein Fahrzeug der E-Klasse der Marke Mercedes-Benz mit der Abgasnorm Euro 5. Für das Auto lag kein KBA-Rückruf vor, sondern es w ar lediglich Teil einer von Mercedes so genannten „freiwilligen Kundendienstmaßnahme“.
So hat beispielsweise das Landgericht Stuttgart die Daimler AG nun zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt (Az. 46 O 101/19). Dabei ging es um ein Fahrzeug der E-Klasse der Marke Mercedes-Benz mit der Abgasnorm Euro 5. Für das Auto lag kein KBA-Rückruf vor, sondern es w ar lediglich Teil einer von Mercedes so genannten „freiwilligen Kundendienstmaßnahme“.
So hat beispielsweise das Landgericht Stuttgart die Daimler AG nun zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt (Az. 46 O 101/19). Dabei ging es um ein Fahrzeug der E-Klasse der Marke Mercedes-Benz mit der Abgasnorm Euro 5. Für das Auto lag kein KBA-Rückruf vor, sondern es w ar lediglich Teil einer von Mercedes so genannten „freiwilligen Kundendienstmaßnahme“.

2 O 273/18  - LG Wuppertal macht den EA288 zum Prüffall

Im April 2019 machte dann das Aktenzeichen 2 O 273/18 von sich reden. Das Landgericht Wuppertal machte den EA288 - diesmal verbaut in einem Golf TDI - zum Prüffall. Hier den Beweisbeschluss ansehen. Konkret geht es darum, ob der im Fahrzeug des Klägers verbaute Motor EA288 ab einer bestimmten Drehzahl die Abgasbehandlung abschaltet und es damit im Realbetrieb zu unzulässigen Überschreitungen der NoX-Höchstwerte kommt. .Einen Entsprechenden Beweisbeschluss forderte das Gericht auch zu einer Klage auf Schadensersatz eines Octavia III-Eigentümers (Hier lesen). Leider wurde das Verfahren eingestellt, offenbar aufgrund eines unablehnbaren Angebotes von VW.

 

15 U 234/1 - VW muss dem OLG Köln Erkärungen liefern

In einem Verfahren vor dem LG Aachen war der Kläger noch unterlegen mit seiner Forderung nach Schadensersatz - das Oberlandesgericht Köln erkennt aber sehr wohl den Einbau einer unzulässigen Abschaltvorrichtungen und weitere interessante Parallelen zum EA189. Im mündlichen Verfahren hat sich nach Veröffentlichungen der Kage führenden Kanzlei herausgestellt, dass über den Einbau eines Systems zur Zykluserkennung grundsätzlich Einvernehmen besteht, nur nicht darüber, ob das auch eine unzulässige Abschaltvorrichtung ist. Der Senat kam auf jeden Fall zur Überzeugung, dass die Möglichkeit der Unzuläsigkeit nicht von der Hand zu weisen sei und die Klage daher wohl berechtigt. Volkswagen muss nun darstellen, was die Aufgabe dieser Zykluserkennung ist, und welche Folgen sie für das Emissionsverhalten eines betroffenen Fahrzeugs hat.

3. Dezember 2019 - Razzia bei Volkswagen

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat zur Sicherung von Datenmetrial im Dieselskandal-Fall "EA288" Untersuchungen der Geschäftsräume der Volkswagen AG angeordnet und am 3. Dezember 2019 durchgeführt. Lauf VW stehen einzelne Verantwortliche im Fokus der Untersuchungen. Man kooperiere mit den Behörden. Hier mehr erfahren.

Im VW-Abgasskandal sind zwischenzeitlich ein Urteil und diverse Beschlüsse durch verschiedene Landgerichte ergangen. Zwischenzeitlich haben sich also diverse Landgerichte gegenüber der Beklagten zum EA 288 positioniert. Ein Mangel liegt unproblematisch vor. Es ist von einer Arglist des Herstellers auszugehen. Anbei zum hier streitgegenständlichen EA 288

 

 

Weitere Urteile zum EA288 und Beweisbeschlüsse

 

LG Regensburg 73 O 1181/19

Nun ist auch das LG Regensburg der Auffassung, dass VW eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet hat. Der Kläger, der 2015 einen VW Golf VII gekauft hatte, brachte gute Argumente vor, dass bei seinem Fahrzeug die Abgaswerte manipuliert wurden. Er legte dem Gericht ein internes VW-Dokument mit dem Titel "Entscheidungsvorlage: Applikationsrichtlinien & Freigabevorgaben EA 288". Aus dem Papier ginge hervor, dass die Abgasrückführung im Prüfmodus und im Straßenverkehr in verschiedenen Betriebsmodi arbeite, so das Gericht. Solch eine Programmierung sei unzulässig. Es handele es sich um eine unzulässige Abschalteinrichtung, entschied das LG Regensburg.

 

LG Duisburg - EA288 im Golf 7 ist manipuliert

Das Landgericht Duisburg hatte VW schon mit Urteil vom 30.10.2018 zu Schadensersatz bei einem Golf VII verurteilt (Az. 1 O 231/18).. Der Kläger hatte im Januar 2017 einen VW Golf VII Variant 1,6 Liter TDI, Erstzulassung 2015, bei einem Händler als Gebrauchtwagen gekauft. In dem Fahrzeug wird der Dieselmotor des Typs EA 288 mit der Abgasnorm Euro 6 verwendet. In dem Verfahren hat VW den Einsatz einer Abschalteinrichtung nicht bestritten. Allerdings sei diese legal. Für die Erfüllung der Abgasnorm komme es nicht auf den Stickoxidausstoß im Straßenverkehr an, da für die Typengenehmigung die im Prüfzyklus gemessenen Werte maßgeblich seien.

Dieser Argumentation erteilte das Gericht eine klare Absage. Ein Käufer dürfe erwarten, dass Abgaswerte nicht nur im Prüfmodus unter Einsatz einer Software eingehalten werden, sondern auch auf der Straße. Das Fahrzeug weise nicht die zu erwartenden Eigenschaften auf und der Käufer habe daher Anspruch auf Schadensersatz.

Wie zu erwarten, legte VW gegen das Urteil Berufung ein. Ob es aber überhaupt zu einem Berufungsverfahren kommt, ist fraglich. Wie die Tagesschau am 21. Januar 2020 online berichtet, sollte das Verfahren Ende November 2019 am OLG Düsseldorf stattfinden, wurde aber aus unbekannten Gründen verschoben. Diese Vorgehensweise ist aus dem Abgasskandal um den Motor EA 189 hinlänglich bekannt. Berufungsverfahren an Oberlandesgerichten werden abgesagt, weil VW kein OLG-Urteil riskieren will und stattdessen eine Einigung mit dem Kläger sucht.

LG München: VW schädigt beimEA288-T6 vorsätzlich und sittenwidrig

Ein besonders interessantes Urteil hat das LG München gesprochen (O 13321/19). Die Verwendung des Thermischen Fensters" stellt eine vorsätzliche sittenwifrige Schädigung dar, der Käufer hat Anspruch auf Schadensersatz.

 

EA288-Dieselskandal - Wer kann Schadensersatz fordern?

Sollte sich aus dem Verdacht ein Beweis entwickeln, dann wären Hunderttausende TDI mit  4-Zylinder-Motoren, die VW ab 2013 in der Konzernfamilie verbaut hat, betroffen und zwar sowohl die 2-Liter als auch die 1,6 Liter-Moteren.

Wir betreuen in Kooperation mit kompetenten Anwälten deutschlandweit diverse Interessengemeinschaften von EA288-Opfern im Abgasskandal. Bitte tragen Sie sich ein um kostenlos und unverbindlich relevante juristische Informationen und tagesaktuelle News zu Ihrem ganz persönlichen Abgasskandal zu erhalten.

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Aktuell haben wir für den EA288 auch die Möglichkeit eingerichtet, über Whatsapp Fragen stellenzu können und zeitnah Antworten zu erhalten.. Weitere Kontaktmöglichkeiten sind:

  • Kostenlose Service Hotline bundesweit 0800 000 1961
  • E-Mail an info@ig-dieselskandal.de
  • Jegliche Kontaktaufnahme ist unverbindlich und kostenlos. Sie werden nur auf Ihren ausdrücklichen Wunsch mit einem regional für Sie verantwortlichen Juristen verbunden

 

Anwälte im EA288-Dieselskandal

Mit den Kooperationsanwälten der IG Dieselskandal sind Besitzer von Schummeldieseln immer gut beraten

Unsere Kooperationsanwälte bieten eine kostenlose Erstberatung zum EA288 sowie eine ebenfalls kostenlose Abfrage einer vorhandenen Rechtsschutzversicherung an.


 

Dieselskandal

Was können Sie als Mitglied unserer IG erwarten?

Die IG Dieselskandal ist unter dem Dach von verbraucherschutz.tv seit 2004 ein unabhängiges Informationsportal für Opfer des Dieselskandalsr. Wir haben den Abgasskandal vom 1. Moment  an verfolgt mit eigener recherche Recherche und investigativem Journalismus sowie mit Beiträgen und mit Veröffentlichungen in Kooperation mit motivierten und engagierten Rechtsanwälten deutschlandweit.

Wir bieten:

  • regelmäßigen Informationsaustausch
  • Kostenlose Erstberatung
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  • Prozesskostenfinanzierung
  • Ansprechpartner für juristische und technische Themen
  • Ständige Erreichbarkeit unter 0800 000 1961

In unseren Interessengemeinschaften wollen wir Opfer des Abgasskandals mit Informationen versorgen, denn die Informationspolitik der verantwortlichen Hersteller ist mehr als dürftig. Durch unser Netzwerk und den Austausch der IG-Mitglieder untereinander sind wir in der Lage, aus vielen Puzzle-Teilen ein übersichtliches Gesamtbild zusammenzustellen.

IG Mitglieder verpflichten sich zu nichts, die Mitgliedschaft ist unverbindlich und kostenlos. Ihre Adresse wird nur für die Kommunikation innerhalb der Gruppe verwendet.

Wen unterstützen wir?

In erster Linie geht es um Modelle, die von offiziellen Rückrufaktionen in Form von Zwangsmaßnahmen des Kraftfahrtbundesamtes betroffen sind, oder zu denen es bereits sehr eindeutige Hinweise auf unzulässige Abschaltvorrichtungen gibt. In der IG EA288 geht es um VW, AUDI, SEAT und Skoda, ganz besonderes Augenmerk legen wir auf den T6.

Es sind alle Modelle mit EA288-Motor betroffen (frühestens seit 2013) – dabei handelt es sich um den klassischen Reihenvierzylinder, der in allen Hubraum-Versionen bis zu 2000 CCM als “TDI” verbaut wurde und in der Euro 6-Klasse über eine Harnstoff-Einspritzung verfügt.

Seit 2013 ersetzt der EA288 als Nachfolgemotor sukzessive den EA189. Beide Motoren wurden verbaut in sämtlichen Modellen des Konzerns mit bis zu 2 Liter Hubraum. Hier gab es zwar von Anfang an Probleme und freiwillige Rückrufaktionen, Zwangsmaßnahmen wurden bislang nur für den T6 mit PKW-Zulassung vom KBA erlassen. Für den aktuellen T6 Multivan mit Schadstoffklasse 6 galt bis Mitte 2018 ein Zulassungstopp wegen überhöhter Stickoxid-Werte. Modelle mit 6-Gang-Schaltgetriebe wurden dauerhaft aus dem Programm genommen. Die Anwälte der IG Dieselskandal führen bereits Verfahren im Auftrag von EA288-Betroffenen.

Problematisch ist, dass Eigentümer von Dieselfahrzeugen in Deutschland weder über Ihre Betroffenheit, noch über Ihre Rechte ausreichend informiert werden. Diese Defizite wollen wir in der IG Dieselskandal aufarbeiten.

Wer vertritt EA288-Kunden?

Die Kooperationsanwälte der IG Dieselskandal vertreten bislang rund 100 T6-Mandanten, in der IG Dieselskandal lassen sich 4000 Eigentümer von EA288 regelmäßig über aktuelle Entwicklungen informieren.

Details zur grundsätzlichen EA288-Fall haben wir Ihnen markenübergreifend hier zusammengefasst.

Im Wuppertaler Verfahren zum EA 288 hat die Volkswagen AG quasi zugegeben, dass der EA288 ein ähnliches "Thermisches Fenster" benutzt wie der EA189. Dieses sorgt nur bei Umgebungstemperaturen zwischen 15 und 33 Grad für eine gesetzlich geforderte Emissions-Reduktion. Auch vor dem Landgericht Stuttgart (AZ.: 11 O 77/18) hat VW zum EA288 zugegeben, dass eine Abgasreinigung nur im genannten Temperaturbereich stattfindet. Europäisches Recht (Artikel 5 Absatz 2 der EG-Verordnung 215/2007) lässt ein Thermisches Fenster zwar unter bestimmten Voraussetzungen zu, deckt aber sicher nicht diesen von VW gewählten sehr großzügen Rahmen.

Betroffen vom EA288-Dieselskandal sind alle VW-,Audi-, Seat- und Skoda-Modelle, die seit 2014 mit dem Motor EA288 des Volkswagenkonzerns ausgerüstet wurden. Dies betrifft alle Reihen-4-Zylinder-Modelle "TDI" mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum.

Einen Schadensersatzanspruch haben Eigentümer, die einen solchen PKW gekauft haben und einen wirtschaftlichen Schaden durch die Folgen des Abgasskandals fürchten. Wegenb besonderer Nachfragen: Betroffen sind u.a. Passat B8, Golf 3, Touran 2

Schadensersatz ist aufgrund der in vielen Fällen noch nicht eingetretenen Verjährung vom Händler, nach zwei Jahren nur noch vom Hersteller selbst zu fordern, da dieser aus unserer Sicht Manipulationen am Motor in betrügerischer Absicht vorgenommen und Schäden für die Käufer in Kauf genommen hat. Im Rahmen einer Rückabwicklung steht den Kunden die Erstattung des Neupreises zu. Eine Klage verfolgt den Zweck, Volkswagen eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung nachzuweisen, die einen vollen Schadensersatz nach sich ziehen würde.Unsere Anwälte klagen auf vollen Schadensersatz ohne Abzug der sogenannten Nutzungsentschädigung. Es gibt für diesen Motorentyp nicht die Möglichkeit einer Sammelklage wie beim EA189.

VW konnte jüngst vor dem BGH eine wichtige Entscheidung durch einen Vergleich verhindern. Der Bundesgerichtshof erlies allerdings einen Hinweisbeschluss, der keinen Zweifel am möglichen Ausgang des Verfahren ließ Der Hinweisbeschluss macht deutlich, warum VW die höchste Instanz in Karlsruhe scheut. Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit würde der BGH verbraucherfreundlich entscheiden, denn die Richter sehen in der Verwendug einer unzulässigen Abschaltvorrichtung eine vorsätzliche sittenwidrige Täuschung.  Hier mehr erfahren!

Im Fall einer erfolgreichen Klage gilt zumindest ein Schadensersatz mit Abzug der Nutzung als realistisches Urteilsszenario deutschandweit. Nach aktuellen OLG-Entscheidungen sah es zeitweise so aus, als käme die bisherige Bewertung der Richter, dass Volkswagen dieser Nutzungsersatz zusteht, ziemlich ins wanken. Zudem wird auf Erstattung der Zinsen ab Datum des Kaufvertrages und Übernahme aller Anwaltkosten inklusive der vorgerichtlichen Bemühungen geklagt. Leider hat sich der BGH am 5. Mai 2020 konkret für den Nutzungsersatz ausgesprochen, das Thema ist damit vom Tisch.

Der >EA288-Motor ist ein 3, bzw. 4-Zylinder-Diesel-Reihenmotor mit 1,6 oder 2 Litern Hubraum. Mit Biturbo erreicht der Motor PS-Zahlen von über 200.Der Motorblock der Dreizylinder wird aus der Aluminiumlegierung AlSi9Cu3 gefertigt, wohingegen der Motorblock der Vierzylinder aus Gusseisen besteht. Wie beim EA189 sind die Motoren mit vier Ventilen pro Zylinder ausgeführt. Die beiden obenliegenden Nockenwellen (DOHC-Ventilsteuerung) werden von einem Zahnriemen angetrieben, der auf die Lebensdauer des Motors ausgelegt ist. Alle Motoren verfügen über einen Oxidationskatalysator und einen Dieselpartikelfilter. Bei Motorversionen mit der Abgasnorm Euro 6 kommt zusätzlich, je nach Fahrzeugmodell, entweder ein NOx-Speicherkatalysator oder eine SCR-Anlage zum Einsatz.

Mitglieder der Interessengemeinschaft "EA 288" haben Anspruch auf eine kosten Erstberatung durch einen Vertrauensanwalt der IG

Rechtsschutzversicherung und Prozesskostenfinanzierung

In EA288-Fällen übernimmt die Verkehrsrechtsschutzversicherung die entstehenden Kosten. Da wo das nicht der Fall ist, kümmern sich unsere Kooperationsanwälte kostenlos um die notwendige Deckung bis hin zur Deckungsschutzklage.

Grund für eher zögerliche Deckungszusagen ist die Tatsache, dass VW die Manipulationen nicht zugegeben hat und es zudem für Fahrzeug noch keine Rückrufaktion des Kraftfahrtbundesamtes gibt.

Für EA288-Fälle bieten wir eine Prozesskostenfinanzierung an - bitte sprechen Sie uns darauf an.

Wie hoch ist das Risiko?

In Kenntnis der Sachlage und des Gerichtstandes können unsere Rechtsanwälte recht konkrete Aussagen zum Prozesskostenrisiko geben. Landgerichte urteilen zunehmend verbraucherfreundlich, VW vergleicht sich in aller Regel in der 2. Instanz. Gern machen Ihnen unsere Rechtsanwälte ein Angebot, falls Sie das Verfahren selbst finanzieren möchten. Allerdings weisen wir darauf hin, dass in EA288-Fällen Ansprüche nicht ganz so einfach durchzusetzen sind. Hier kommt es auf die Details zum individuellen Fall an.Allerdings werden derzeit kaum verfahren verloren. Die rund 300 Verfahren, die abgeschlossen wurden, gingen im Sinne des Klägers größtenteils positiv aus.

Wo erhalte ich Infos?

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Welche Modelle sind betroffen?

Konkrete KBA-Anordnungen gibt es aktuell nur zum T6, der seit 2015 mit dem EA288-Motor in allen Modellvariationen ausgerüstet wurde. Vom "Thermischen Fenster dürften allerdings alle EA288-Modelle betroffen sein.

VW:

  • Beetle
  • CC
  • Golf VII und VW Golf Sportsvan
  • Passat B8
  • VW Polo V und VW Polo VI
  • Sharan 2
  • Tiguan & Tiguan II
  • Touran II T-Rock
  • T6 inkl. Multivan
  • Amarok
  • Caddy
  • Crafter

Audi:

  • A1 8X
  • A3 8V
  • A4 B9
  • A5 F5
  • Q2 GA

Seat:

  • Ateca
  • Alhambra II
  • Ibiza
  • Leon III
  • Toledo 4

Skoda:

  • Fabia III
  • Superb III
  • Octavia II
  • Rapid

 

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