Der Mercedes Sprinter-Dieselskandal

Mercedes Sprinter Skandal

Nun trifft es massiv die Tranporter

KBA ordnet Massenrückruf an - 260.000 Sprinter betroffen

Die Daimler AG ruft europaweit 260.000 Fahrzeuge wegen einer Betroffenheit im Dieselskandal zurück. Das KBA hat unzulässige Abschaltvorrichtungen nachgewiesen und Mercedes aufgefordert diese abzustellen und die Fahrzeuge dazu verpflichtend in die Werkstätte zurückzuholen. Offensichtlich stehen die Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Verdacht, das Mercedes ein sogenanntes "Thermisches Fenster" nutzt und die Abgasbehandlung in großen Temperaturbereichen abschaltet. Unter Umständen liegt beim Sprinter auch eine Prüfstanderkennung vor.

Zum Code Code NC3II6515R  gehen seit September 2021 die ersten Rückrufe an knapp 100.000  deutsche Sprinter-Besitzer raus - Hier mehr erfahren

Der aktuelle Rückruf betrifft Mercedes Sprinter - Schadstoffklasse 5 - der Baujahre 2013 bis 2018. Die Fahrzeuge sind mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung bzw. unzulässigen Reduzierung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems ausgestattet. Die illegalen Funktionen müssen entfernt und ein Software-Update aufgespielt werden. Weltweit sind mehr als 260.000 Mercedes Sprinter von dem Rückruf betroffen, in Deutschland werden nach Angaben des KBA knapp 99.000 Fahrzeuge unter dem Code NC3II6515R in die Werkstatt gerufen.

Vor rund zwei Jahren wurde bekannt, dass bei Modellen des Sprinter mit dem Dieselmotor OM 651 und der Abgasnorm Euro 5 eine unzulässige Abschalteinrichtung festgestellt wurde. Jetzt soll das Software-Update aufgespielt werden.

Das KBA verlangt die Abschaltung der sog. Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung, die auch in anderen Mercedes-Modellen mit dem Dieselmotor OM 651 steckt. Die Funktion bewirkt, dass sich die Aufwärmung des Motoröls verzögert und der Stickoxid-Ausstoß so reduziert wird. Allerdings gilt dies nahezu nur auf dem Prüfstand. Unter normalen Betriebsbedingungen im Straßenverkehr ist die Funktion kaum aktiviert mit der Folge, dass die Stickoxid-Emissionen steigen. Laut KBA handelt es sich daher um eine unzulässige Abschalteinrichtung.

Sprinter-Rückrufe in der Schadstoffklasse 6

Für Modelle des Mercedes Sprinter der Baujahre 2015 bis 2018 mit der Schadstoffklasse Euro 6 ist bereits Anfang 2020 ein Rückruf wegen einer unzulässigen Abschalteinrichtung durch das KBA angeordnet worden. In Deutschland waren davon rund 1.000 Fahrzeuge betroffen.

Da es sich um einen verpflichtenden Rückruf durch das KBA handelt, müssen die Fahrzeughalter das Software-Update aufspielen lassen, wenn sie nicht den Verlust der Zulassung ihres Fahrzeugs riskieren wollen.

 

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Vorwürfe sind nicht neu

Konkrete Verdachtsmomente gibt es schon lange, zumal der Sprinter aufgrund seines Luftwiderstandes für Grenzwert-Überschreitungen grundsätzlich prädestinierter ist, als eine gleich motorisierte Limousine. Betroffen sind von der aktuellen Rückrufaktion Modelle der Schadstoff-Klasse 5.

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